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  • Bild: Roland Fraenkle
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Der Hugo-Häring-Landespreis ist der bedeutendste baden-württembergische Architekturpreis der seit 1969 alle drei Jahre vom Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Baden-Württemberg, an Bauherren und Architekten verliehen wird. Das Auszeichnungsverfahren ist zweistufig. Zum Hugo-Häring-Auszeichnungsverfahren 2017/2018 wurden 648 Bauwerke eingereicht, von denen 151 eine Hugo-Häring-Auszeichnung erhielten. Aus diesen wählte die Jury 7 Bauwerke aus, die mit einem Hugo-Häring-Landespreis 2018 prämiert werden.

 

Bauherr: Stadt Karlsruhe, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft und Gartenbauamt

Architekt: Hähnig| Gemmeke, Tübingen

Landschaftsarchitekt: Stefan Fromm, Dettenhausen

 

Würdigung der Jury:

 
Dem Projekt gelingt es, etwas zu erreichen, was der Architektur weniger oft gelingt als sie es selbst behauptet: einen öffentlichen Ort zu schaffen, der die mentale Karte der Stadtbewohner offensichtlich verändert. Der Ort wird von der Öffentlichkeit in einer Breite und Gelassenheit akzeptiert, die beim Bau in diesem Ausmaß kaum vorhersehbar war. Natürlich profitiert der Ort dabei von der Qualität eines Ausblicks, welcher an case study Häuser erinnert. Am Abend scheint der Ort eine gewisse Weichheit auszustrahlen, welche die konzeptionelle Klarheit gewissermaßen überformt. Es gilt allerdings auch zu anerkennen, dass dabei Mittel zur Anwendung gelangen, die sehr bescheiden und
außerordentlich klug gewählt wurden: Auf spannungsvolle Art wurde ein Raum zwischen der Bergstation und dem Aussichtshaus aufgespannt, in welchen sich die Sitzterrasse - ein informeller Raum, der dem heutigen Habitus vor allem jüngerer Besucher entgegenkommt - topographisch auf selbstverständliche Art einfügt. Mit einfachsten Mitteln, einem Wandstück mit einem den Blick lenkenden Dach und mit einer Raum schaffenden massiven Brüstung, schafft die Terrasse praktisch ein Zuhause für diese Aussicht. Dazu gehört auch der mietbare Veranstaltungsraum unter der Terrasse. Die Anlage verfügt über eine unmittelbare Erfahrbarkeit, welche zur Beschlagnahmung durch die Öffentlichkeit mit ihren diszipliniert eingesetzten räumlichen und architektonischen Mitteln geradezu einlädt.